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Dietmar's Radtouren II
Schon fast zum Saisonausklang vom 30.09 bis 03.10 erfuhr Dietmar den
Radweg Passau - Wien - Passau.
Hier sein Bericht.
30.09 Start in Passau links der Donau gegen 7:30 Uhr, leicht bewölkt mit
Temperaturen um 10° Celsius. Sehr schöner asphaltierter Rad- weg entlang einer
Bundesstraße, leider auch der damit verbundene Benzin und Dieselgestank. Aber zum Glück nur ca. 15 km weit.
In Österreich sind die Verkehrszeichen bei zügiger Fahrt nicht immer voll
ersichtlich. Der Erfolg: 3 mal verfahren, unter anderem bei der Schlögener Schlinge, dort
landete ich im Wald bergwärts und nur über Umwege fand ich wieder den Weg, bei leichtem
Regen - der aber bald aufhörte, ins Tal zurück. Nach einer sehr zügiger Fahrt, manchmal
30 km/h, auf schönen Wegen auf dem Donaudamm und durch Auwälder erreichte ich den
Halbetappenort Linz. Auf der Strecke kann man viele Burgen, Kirchen, Klöster und Ruinen
sehen, aber auch die Tierwelt ist mit Rehen in den Auen, und Schwänen sowie Enten
verschiedenster Art, auf der Donau vertreten. Aus Gründen von unebenen Strecken,
zahlreichen groben Kopfsteinpflastern und vielen Wurzelaufbrüchen ist ein Treckingrad
bzw. Mountainbike besser als ein Rennrad für diese Strecke geeignet. Darüber hinaus ist
eine Radfahrbrille als Schutz vor Fliegen und Mücken Pflicht. Nach 192 km (Umwegen
eingerechnet), die erste Übernachtung in Persenburg.
01.10. Persenburg - Wien Start bei kräftigem Regen. Vor Melk wechselte ich auf die rechte
Donauseite und der Regen hörte bald auf. In der Wachau durchquerte ich wunderschöne
Weinorte und Felder mit Nüssen, herrlichen Äpfeln und vollen Reben. Die Beschilderung
führte mich auch an diesem Tag weit abseits in die Berge, aber freundliche Anwohner
wiesen mir den richtigen Donauradweg. Auf dem Damm fuhr ich kilometerweit kerzengrade aus
mit hervorragendem Speed. Die Stadtgrenze Wien erreichte ich nach 143 km und an meinem
Ziel, der Anlegestelle der Donau - Schiffahrt zeigte der Tacho nach einigen Umwegen 159 km
an.
02.10 Wien - Weißenkirchen Start gegen 13.15 Uhr nach einer ungewollten Stadtrundfahrt in
Wien. Hier bin ich auf der Nordseite der Donau gefahren und kurze Zeit später in einen
kurzen kräftigen Regenschauer gekommen. Klosterneuburg und Krems waren die zu
passierenden Orte doch plötzlich hörte der Radweg im Forst auf und nach einem
tollen Blick auf einen Rothirsch, landete ich nach Umwegen bei Kilometerstand 113 in
Weißenkirchen.
03.10. Weißenkirchen - Passau
Nach einem sehr guten Frühstück startete ich in Richtung Passau. Am Morgen noch sehr
kühl mit Temperaturen um 8° Celsius, aber die Sonne kam heraus und es wurde bald
gemütlicher. Doch es blies ein unangenehmer Gegenwind der die Geschwindigkeit merklich
sinken lies. Vor Melk überquerte ich die Donau da meine Angehörigen dort 'Ankerten' und
ich auf der Südseite der Donau weiterfahren wollte (die Nordseite kannte ich ja von der
Herfahrt). Kurz hinter Melk hatte ich meinen einzigen Platten - kein Problem alles dabei.
In Ardagger stärkte ich mich mit prima Fisch und fuhr dann bei sehr starkem Gegenwind in
Richtung Enns. Dort endete der Donauweg in einer Kiesgrube und fündig eines
"Treppel-weges" fuhr ich dann der Enns entlang. Nach Enns nahm mich dann ein
Linzer (53 Jahre) mit Rennrad ins Schlepptau und zog mich bis Linz mit. In Aschach wurde
es dann dunkel und ich fuhr mit Licht weiter - ein Hinweisschild zeigte nur noch 65 km bis
Passau. Diese absolvierte ich als einziger Radler, kaum mal ein Auto und sehr gut zu
radelnde Strecke. Gegen 22:30 Uhr passierte ich von Engelhartszell kommend den Zoll in
Passau und wenig später, nach 252 km, erreichte ich mein Auto auf der anderen Donauseite
- 716 km waren nach 4 Tagen bewältigt.
Mfg. Dietmar
Copyright © 1994-2006, RadSportFans Frankfurt 1994 e.V., Stand: 30.09.2006
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